Freitag, den 26. Januar 2018

„Klar und präzise – das wirkt am stärksten“

Als Statement am Boden – so setzen viele Betriebe heute moderne Schmutzfangmatten ein. Ob nun mit ihrem firmeneigenen Logo oder mit Slogan. Doch wie wird aus einer Idee tatsächlich ein guter Eyecatcher? Im Interview erklärt Mattenexpertin Manuela Schmidt von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH, worauf es ankommt und welche Tipps sie Kunden gibt.


Frau Schmidt, wer liefert die Idee – Sie oder der Kunde?

Das ist absolut unterschiedlich. Es gibt einige Kunden, die wissen gar nicht so genau, welche Möglichkeiten eine Schmutzfangmatte bietet. Und dass es außer der grauen Standardmatte auch noch Logo- oder Designmatten gibt. Hier zeige ich bei meiner Beratung vor Ort gerne auf, was heute alles geht. Beispielsweise, dass man die Matten farblich der firmeneigenen CI anpassen kann. Dass sie sie sich hervorragend für nonverbale Kommunikationen einsetzen lassen. Beispiel Sparkassen, Postfilialen aber auch Arztpraxen und Apotheken mit der Aufforderung zur Diskretion. Oder in großen Objekten wie öffentlichen Gebäuden auch als Wegweiser dienen können. Da sehe ich es schon als meine Aufgabe, entsprechend zu inspirieren – und auf Wunsch Ideen zu liefern.

Und wenn jemand schon genau weiß, was er will?

Es gibt viele Kunden, die haben bereits sehr detaillierte Vorstellungen, wie sie ihre Matte gestalten wollen. Und geben mir dann als Vorlage beispielsweise ihre Visitenkarte mit. Das ist völlig in Ordnung. Mit unseren technischen Möglichkeiten und der Farbvielfalt ist es uns heute möglich, fast alles umzusetzen. Doch Achtung – nicht alles ist unbedingt sinnvoll. Auch hier finde ich gute Beratung im Vorfeld entscheidend. Mögen alle Infos auf der Visitenkarte stimmig sein – auf einer Schmutzfangmatte wirken sie schnell überfrachtet. Niemand bleibt stehen, um eine kleine eMail am Boden zu lesen… Damit die Matte auch visuelle Effektivität beweist, ist weniger oft mehr. Klar und präzise wirkt es stärker.

Was raten Sie dem Kunden, damit seine Idee optimal in die Praxis umgesetzt wird?

Vor Ort beim Kunden sehe ich ja genau, was gut passen würde – wo welche Matten Sinn machen. Das betrifft übrigens nicht nur die Qualität sondern auch die Quantität. Oft sehe ich, dass Kunden bereits viele kleine unterschiedliche Matten einsetzen – hier wirkt ein gut platzierter größerer Läufer meist besser. Und natürlich sehe ich auch, was zum Image des Betriebes, des Unternehmens passt. Zur Veranschaulichung habe ich auch immer eine Produktmappe mit Mustern dabei, so dass der Kunde sich die diversen Optionen visualisieren kann. So können bereits individuelle Gestaltung, Farben – wir haben insgesamt 40 Farben in unserem Sortiment und auch Sonderfarben sind möglich – ebenso natürlich Größen abgesprochen werden. Zu beachten sind nicht nur die Größe der Matte, sondern auch die optimale Schriftgröße. Außerdem die Schriftart, Platzierung des Logos, ob Text und Bilder im Quer-oder Hochformat abgebildet werden sollen – all das sind Kriterien, die es zu berücksichtigen gilt.

Was geht gar nicht?

Wie gesagt – zu kleine Schrift, zu viel Text, optische Überfrachtung gilt es zu vermeiden. Und auch bei gewissen Farben sollte der Kunde vorsichtig sein. Viele haben die Farbe Weiß in ihrem Logo, hier rate ich dann zu Alternativen wie hellgrau oder beige. Und auch Pastellfarben oder Töne wie Orange gelten als Hintergrund bei Schmutzfangmatten als grenzwertig. Denn bei aller optischen Vielfalt – die Matte hat einen praktischen Zweck. Sie soll Schmutz aufnehmen, aber sie darf dabei keineswegs schmutzig aussehen.

Von der Idee bis zur Umsetzung – wie läuft das ab?

Gerne erstelle ich vor Ort eine Skizze, damit der Kunde eine erste Vorstellung von seiner Logomatte hat. Diese gemeinsam erarbeiteten Vorgaben gehen dann zu Designern, mit denen die DBL zusammenarbeitet. Gerne kann uns der Kunde natürlich auch sein Logo, die Visitenkarte etc. als pdf- oder jpg-Format zusenden. Einige Tage später erhält er dann per eMail von uns einen ersten digitalen Designentwurf. Auf Basis des Farbausdrucks werden dann gerne gemeinsam Änderungswünsche geklärt und entsprechend umgesetzt. Korrekturläufe sind normal. Wichtig ist mir, dass der Entwurf genau den Vorstellungen des Kunden entspricht, er wirklich zufrieden ist, bevor die Matte tatsächlich in die Produktion geht.

Und dann rollen Sie den „Teppich“ aus?

So ist es. Die so nach Wunsch designten Schmutzfangmatten werden den Kunden angeliefert – und in vereinbarten Intervallen auch wieder abgeholt und fachmännisch gewaschen. Gleichzeitig frisch gepflegte durch unsere Servicefahrer ausgelegt. Das ist schließlich unsere Hauptaufgabe – der Kunde soll ja langfristig zufrieden sein. Und auch Sinn der Sache. Denn wer möchte schon ein schmutziges Logo oder einen kaum noch lesbaren Slogan im Eingang? Mit uns bleiben die Farben frisch.

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